Darf man Coach sein, wenn das eigene Leben nicht perfekt ist?

Darf man Therapeut, Coach, Trainer, Lehrer etc. sein, wenn das eigene Leben nicht perfekt ist?

Gegenfrage: Welches Leben ist perfekt und was bedeutet perfekt denn überhaupt?
Als Coach zweifelt man auch immer wieder an sich selbst, zumindest ich tue das. An sich finde ich das auch nicht schlecht, denn sonst gäbe es keinen Antrieb sich weiter zu entwickeln,  zu verbessern und zu lernen. Das darf nur einfach keine Überhand nehmen, denn welchen kompetenten Eindruck hinterlasse ich, wenn ich unsicher wirke und immer denke, und somit auch ausstrahle, ich bin nicht gut genug?!
Allerdings muss man nicht Buddha oder Jesus sein um andere beraten zu können. Das ist zumindest meine Meinung. Denn aus den Dingen die im Leben nicht gut laufen, lernen wir am meisten und so können wir unsere Erfahrungen an andere weitergeben, denen dies dienlich sein kann.
Wenn ich z.B. selbst durch schwierige finanzielle Tiefs gegangen bin oder es auch immer noch tue, heisst es ja nicht, dass ich einem Klienten keine tollen Strategien zur Überwindung dieser Tiefs vermitteln kann. Jemand der ein toller Reiter ist, ist nicht unbedingt auch ein guter Reitlehrer und umgekehrt. Es kommt doch ganz stark auf meine Fähigkeiten an, etwas deutlich erklären zu können und empathisch zu sein. Je nach Klient ist es besser man ist (heraus)fordernd oder sehr vorsichtig aber was immer zählt, ist die eigene Intention einem anderen Menschen (oder Tier) Hilfestellung leisten zu wollen, nach bestem Wissen und Gewissen – dazu muss man nicht perfekt, sondern nur man selbst sein.