Krankheiten übernommen vom Menschen – Abszess beim Hund durch Wut?

Louis ging es vergangenen Mittwoch auf einmal nicht gut.
Er war nicht so begeistert, als wir vom Büro nach Hause wollten, normalerweise kann er es kaum erwarten bis wir endlich Gassi gehen. Diesmal war er kaum zu motivieren aufzustehen. Das kam mir schon seltsam vor aber als wir dann laufen waren, war er doch wieder ganz normal. Zuhause dann, wollte er aber nicht fressen. Zunächst habe ich es noch auf die Hitze geschoben. Kann ja auch sein, dass es den Tieren schlicht zu warm ist, so wie uns hin und wieder auch, und man dann keinen Appetit hat.

Am Donnerstagmorgen hatte Louis dann wieder nichts gefressen, war sehr schlapp und hat auch gespeichelt. Da habe ich mir dann langsam Sorgen gemacht. Wir sind dann eine Runde laufen gegangen, was soweit ganz gut ging. Allerdings hat er Unmengen gespeichelt, sodass ich zuerst dachte, er hätte eine Vergiftung. Als Frauchen malt man sich ja dann schon alle Horrorszenarien aus und durchforstet das Internet. Aber er hat nicht gezittert, hatte keinen Durchfall und musste sich auch nicht erbrechen. Also habe ich eine Vergiftung zwar nicht vollkommen ausgeschlossen aber erst mal die Gedanken daran bei Seite geschoben.

Starkes Speicheln

Im Büro war Louis dann sehr schlapp, hat nichts getrunken und wenig reagiert. Ich bin dann in die Drogerie gefahren um Spagyrik gegen Übelkeit mischen zu lassen, weil das noch meine Vermutung war. Als ich wiederkam und ihn unterm Kopf gestreichelt habe, fiel mir auf, dass dort eine Schwellung war. Zuerst kamen die üblichen Gedanken wie ,,das bilde ich mir nur ein“ aber dann dachte ich, dass es mir doch nicht aufgefallen wäre, wenn es immer da wäre. Und dann wurde es auch deutlicher.
Am Mittag wollte ich mit ihm kurz raus, habe ihn aber kaum die Treppe runterbekommen, er hat sich dann sofort wieder hingelegt. Eigentlich wollte ich gerne mal Fiebermessen, hatte aber natürlich kein Thermometer dabei. Ich habe mich dann entschieden den Tierart anzurufen. Louis war so fertig und hat auch immer noch nichts getrunken, weiterhin gespeichelt, seine Lieblingsleckerlie und sein Mittagessen verweigert. Das war mir dann alles zu heikel. Es waren auch 30 Grad und ohne Flüssigkeit, macht der Kreislauf dann auch nicht lange mit.
Mein Tierarzt war auf Fortbildung also rief ich dann in der Klinik in Vorarlberg an, wo ich auch schon öfter war. Sie gaben mir einen Termin für viertel nach 4. Als es endlich soweit war und wir losfahren konnten, habe ich ihn nicht mal mehr ins Auto gebracht und es mussten mir meine Kollegen helfen.
Dort angekommen durfte ich mit Louis draussen im Schatten warten, was angenehmer ist als in dem vollen Wartezimmer mit den ganzen anderen Tieren.
Dann waren wir dran und die Tierärztin hat schon gleich einen Abszess vermutet. Es wurde Blut abgenommen und sie hat Fieber gemessen. 40 Grad. Dann war klar, warum Louis so schlapp war – nichts getrunken, nichts gefressen, draussen so eine Hitze, Schmerzen und Fieber. Blut war ok aber leider konnte sie ausser einen Fiebersenker zu spritzen nicht mehr viel machen, da kein Chirurg da war, der Louis hätte unter Narkose untersuchen und notfalls operieren können.
Wenig begeistert bin ich dann gefahren, um am nächsten Morgen um 8 Uhr wieder zu kommen. Am Abend hat Louis sehr schwer und schnell geatmet, als es dunkel wurde und draussen abkühlte ging es ihm zum Glück etwas besser und auch das Fieber hat ein wenig nachgelassen. Vorher habe ich versucht ihn aus einem Gartenschlauch trinken zu lassen, weil er das sonst so gerne macht. Er hat es auch versucht aber es ging nicht und er hat dann probiert vom Boden das Wasser abzuschlecken. Das tat mir so leid.

Donnerstagabend


Am nächsten Morgen als ich ihm das Halsband anziehen wollte, war der Hals so dick geschwollen, dass es fast nicht ging und wir direkt in die Tierklinik gefahren sind, ohne vorher kurz Gassi zu gehen. (Ich wusste ja auch nicht wie ich ihn wieder ins Auto bekomme.) Vor Ort sind wir dann ein paar Schritte gegangen, damit er sich lösen konnte.
Wir waren schnell dran und Louis wurde in Narkose gelegt. Blödes Gefühl. Ich habe dann gewartet, bis sie sein Maul untersuchen konnten und tatsächlich haben die Tierärzte einen grossen Abszess unter der Zunge gefunden. Das müssen Schmerzen gewesen sein… Der wurde dann aufgeschnitten und gespült. Louis war den ganzen Tag an der Infusion, was dann auch wirklich nötig war, und ich durfte ihn am Abend wieder abholen. (Man vermutet, dass es durch einen kleinen Fremdkörper z.B. Stöckchen, Stein etc. ausgelöst wurde, hat aber nichts gefunden)

Bis dahin hatte er schon ein kleines bisschen gefressen. Die Tierärztin erklärte mir, dass die Fäden sich von alleine auflösen und ich diverse Medis geben muss (Schmerzmittel, Entzündungshemmer, Antibiotikum). Louis war schon viel besser drauf und hat auch endlich wieder getrunken. Ich habe ihm nur weiches Futter gegeben, Swiss Liquid ins Trinkwasser getan und dafür gesorgt, dass er sich noch etwas schont. Über das Wochenende hatte er noch Schmerzen aber am Dienstag zur Nachkontrolle war alles super und er durfte am Sonntag wieder mit seiner besten Freundin Ayla spielen.

Am OP-Abend noch leichter Ausfluss

Nun, was kann ich auf energetischer Ebene davon lernen?
Im Coaching mit einer meiner Access Bars ® Lehrerinnen, sind wir darauf gestossen, dass Louis den Abszess gebildet hat um Wut und Ärger aus unserer Familie und bestimmten Personen zu nehmen, damit nicht noch mehr Dramen passieren. Für mich war Louis OP schon ein Drama, aber bei allem was im Moment noch so im Wandel ist, eher das kleinere Übel. (Sehr viel Stress, Ärger, Trennungen, Verlust, Schmerz, Frustration, Krisen und Dramen, die Louis auch alle mitbekommt) Ich habe gelernt, ihm dankbar zu sein und das wertzuschätzen. Eine andere Betrachtungsweise dieses Themas hat mir geholfen, von den Schuldgefühlen die mit dieser Erkenntnis einhergingen los zu kommen : ,, Was kann ich positives daraus ziehen, welchen Mehrwert hat es für mich und was darf ich lernen?“ Ich teile diese Geschichte mit euch, um den ein oder anderen darauf aufmerksam zu machen, dass Krankheiten von Tieren oft übernommen werden und sie körperlich aber auch ganzheitlich behandelt werden sollten, damit es nicht nur eine Symptomverschiebung gibt und wieder andere Baustellen entstehen. Das ist der Mehrwert den ich persönlich aus Louis Krankheit gewählt habe.

Ich hoffe, dass es euch hilft Krankheiten auch mal anders zu betrachten.